TG 1892 BOPPARD e.V.

Mach mit - bleib fit!

Ein Saisonabschluss mit Pauken und Trompeten!

Der geneigte Leser erinnert sich bestimmt daran, dass der dramaturgische Aufbau in den Schilderungen aus den einzelnen Mannschaften stets mit der 1. Mannschaft begann, wenn sie zum Einsatz kam. Die spielten auch zwar an diesem Wochenende, doch der Verfasser zögerte nur kurz, dann war klar: Wer solch eine Schlagzeile liefert, dem gebührt auch die Ehre, ganz vorne in der Berichterstattung aufgestellt zu werden.
Dazu ein kurzer Rückblick: Nach dem Ende der Vorrunde fand sich die „Dritte“ in der 1. Kreisklasse auf einem Abstiegsplatz wieder. Und da das Motto der Abteilung schon zu Beginn der Saison klar formuliert worden war...“wir wollen sämtliche Mannschaften in ihren Klassen behalten...“, wurde in der Winterpause, unter Berücksichtigung aller solch eine Maßnahme begleitenden Regeln, umgestellt. Die Folge davon konnte der interessierte Leser jedes Wochenende verfolgen. Die Mannschaft blieb unbesiegt, löste sich vom Tabellenende und kletterte bis in die Mitte der Tabelle. So weit, so gut. Aber - ein Spiel stand noch aus – und das ausgerechnet gegen den „Überflieger“ der Liga, den TuS Rheinböllen II. Der hatte von Beginn der Saison an alle seine Spiele gewonnen und stand mit 32:0 - Punkten schon lange als Aufsteiger fest. Da sahen die Männer um Kapitän Wolfgang Löser mit ihrer 17:17- Bilanz relativ „bescheiden“ aus. Doch sie wollten kämpfen, um vielleicht mit einem „Unentschieden“... allein der Gedanke war schon frech,... auch ungeschlagen durch die Saison zu kommen. So also die Rahmenbedingungen vor dem großen Duell in Rheinböllen.
Boppard spielte in Bestbesetzung, klar, alle wollten mithelfen, dem großen Favoriten Widerstand zu leisten, Rheinböllen musste einen Ersatzspieler einbauen. Die Eröffnungsdoppel endeten mit einer 2:1 – Führung für die Gastgeber, da allein die Paarung Jens Bröder/Maximilian Ziegler siegreich blieb. Heiko Götz/Patrick Debus unterlagen ebenso wie das Duo Jendel Tejero/Wolfgang Löser. Das sorgte für Unruhe auf der Bopparder Bank, denn...“vielleicht laufen sie uns jetzt schon weg...“ im „oberen Paarkreuz“ standen die Chancen schlecht, um zu punkten. Jens Bröder wie auch „Max“ Ziegler wehrten sich verbissen. Max zwang den Spitzenspieler aus Rheinböllen, Matthias Emmel, bis in den fünften Satz, doch hier setzte sich der bisher unbesiegt gebliebene Hunsrücker durch und erhöhte den Vorsprung auf 3:1. Nebenan geschah wunderbares. Jens Bröder lieferte Joachim Oberst vom TuS einen erbitterten Kampf und gewann dieses Duell im Entscheidungssatz. 2:3. Jendel Tejero verlor glatt gegen Bernd Emmel, den Vater des Spitzenspielers, und ließ den TuS wieder auf 4:2 davonziehen. Gleichzeitig entschied Patrick Debus seine Begegnung gegen Ferenc Kern, wieder nach fünf Sätzen, zu seinen Gunsten und hielt damit Boppard im Spiel. 3:4 lautete der Zwischenstand. Das „untere Paarkreuz“ stand nun im Mittelpunkt und arbeitete mit klaren Fakten: Wolfgang Löser verlor 0:3 gegen Robert Witt und parallel gewann Heiko Götz gegen Pasquale Pitelli mit 3:0. 4:5, Halbzeit, immer noch war alles offen.
Die Spitzenbretter trafen jetzt wieder aufeinander: Jens Bröder durfte ebenso wie „Max“ vorher die spielerische Klasse von Matthias Emmel anerkennen und musste ihm den Punkt zum 4:6 überlassen. Konnte Maximilian Ziegler im Spiel gegen Joachim Oberst den Abstand wieder verkleinern. Nach dem fünften Satz war es geschafft – 5:6, die TG blieb dran. Patrick Debus kontra Bernd Emmel, erneut ein spannendes Duell über die volle Distanz, diesmal behielt der erfahrene TuS – Spieler die Oberhand und siegte zum 7:5 – Zwischenresultat. War das schon die Vorentscheidung zu Gunsten des souveränen Tabellenführers…? Nein, noch nicht! Jendel Tejero überwand Ferenc Kern mit 3:0 und Heiko Götz gelang durch seinen Erfolg über seinen Kontrahent aus Rheinböllen der punktemäßige Gleichstand zum 7:7! Jetzt brannte die Luft in der Pestallozi – Sporthalle. Das letzte Einzel und das einzige Spiel in der Halle sollte für mehr Gewissheit sorgen. Wolfgang Löser im Zweikampf mit Pasquale Pitelli. Gewinnt der Bopparder Kapitän, bleibt seine Mannschaft in der Rückrunde unbesiegt.- und Rheinöllen den bekommt den ersten Verlustpunkt angeschrieben. Alle Zuschauer in der Halle blickten angespannt auf die Arena, in der sich die beiden „Gladiatoren“ bereitmachten.
Der Bopparder gewann den ersten Satz mit 11:6, ein guter Start. Pasquale schlug sofort zurück und sicherte sich mit 11:7 den Satzgleichstand. In Satz „3“ setzte sich erneut Wolfgang Löser durch, 2:1, und nach spannenden Ballwechseln gelang dem TuS- Aktiven mit 11:9 der erneute Satzausgleich. Der Entscheidungssatz musste entscheiden: Welche der beiden Mannschaften würde ihre bisherige Bilanz behaupten können – oder einen kleinen „Klecks“ mit in die Statistik aufnehmen. ( Mit Verlaub: Es ist ja alles nur ein Spiel und für die einzelnen Tabellenpunkte kann man sich weder etwas kaufen noch sonst irgendwie daraus Profit schlagen. Doch gerade in solchen spannungsgeladenen Situationen lässt sich erleben, wieviel Faszination und Spaß, klar, manchmal auch Ärger, damit verbunden sind und wie solche scheinbar nebensächlichen, weil nicht produktiv messbaren Sportgeschehen das „Salz in der Suppe des Lebens“ darstellen können. Herrlich! Der Verfasser.)
Zurück zum sportlichen Geschehen: Der fünfte Satz bot alle Höhen und Tiefen des Tischtennisspieles. Beiden Aktiven war anzusehen, unter welchem Druck sie standen. Gelungene Ballwechsel wurden von Aufschlagfehlern begleitet, es knisterte...bis beim Stand von 13:12 Wolfgang Löser ein Kantenball gelang…- damit war das Spiel zu seinen Gunsten entschieden! Die TG lag mit 8:7 vorn, das „Unentschieden“ war gesichert, war vielleicht sogar ein Sieg möglich. Das Schlussdoppel würde Gewissheit bringen.
Jens Bröder/Maximilian Ziegler traten an, um sich mit Bernd und Matthias Emmel zu messen. Es ging nur noch um rein sportliche Aspekte. Rheinböllen steht schon lange als Aufsteiger in die Kreisliga fest und Boppard hat seine Saisonziel ebenfalls erreicht. Doch einem solchen„Goliath“ ein „Bein zu stellen“ hat immer schon Spaß gemacht. Und so kam es dann auch: In fünf aufregenden Sätzen konnte sich die Bopparder Paarung letztlich durchsetzen, verließ freudestrahlend die Halle und feierte schon auf dem Heimweg.
„...Puh, die Schilderung hat ganz schön lange gedauert mit dem einen Spiel. Es hat aber auch viel Spaß gemacht, das Geschehen aus nächster Nähe zu verfolgen.“ Die weiteren Geschehnisse sind schnell erzählt:
Unsere „Erste“ hatte beim TuS Dichtelbach II ihren Saisonabschluss und unterlag glatt mit 2:9. Die beiden Eingangsdoppel Mike Steinert/Konrad Szczerek und Oliver Querbach/Jörg Spitzley sorgten für einen positiven Einstand, danach ging es klar bergab.
Die zweite Mannschaft hatte nach der personellen Umstellung zu Gunsten unseren „Dritten“eine schwierige Rückrunde zu bewältigen und verabschiedete sich sich mit einer umkämpften 5:9 – Niederlage in die Sommerpause. Markus Spitzley/Christoph Becker im Doppel wie auch in ihren Einzeln, unterstützt von Alexander Löser, sorgten für die Pluspunkte auf Bopparder Seite.
Ein versöhnlicher Ausklang gelang auch unserer 2. Jugend. Besiegte sie doch mit den Nachwuchskräften Lennard Fey, Tom Waldforst und Marc Oppermann die Mannschaft des TuS Sohren II mit 6:2. „Jetzt gönnt euch mal eine Pause, Jungs! Die habt ihr euch verdient.“

TG Boppard 1892 e.V. 
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