TG 1892 BOPPARD e.V.

Mach mit - bleib fit!

Ein hoch emotionales Wochenende.

Man kann ja sagen was man will, doch wie die 1. Mannschaft unserer TT - Abteilung ein Gespür für dramatische Effekte und Nervenkitzel entwickelt hat, das spricht einerseits für ihre Sensibilität und anderseits für ihre robuste Grundhaltung beim Kampf mit dem kleinen weißen Ball um die wichtigen Tabellenpunkte.
Ein klassisches Beispiel für diese Aussage lieferte der Freitagabend in der Großsporthalle. Erwartet wurde die SG Kirchberg/Rhaunen – und gleichzeitig ein Spiel auf des Messers Schneide, denn auch die Gäste aus dem Hunsrück sind tabellenmäßig um jeden Punkt dankbar. Die Eröffnungsdoppel gingen schon einmal mit 2:1 an die Hausherren, da sich Maximilian Ziegler/Jens Bröder ebenso durchsetzen konnten wie Wolfgang Basten/Timo Huhn. Oliver Querbach/Jörg Spitzley hatten ihr Spiel abgegeben. Das passierte im oberen Paarkreuz den beiden Boppardern ebenso, denn sowohl „Olli“ Querbach wie auch „Wolly“ Basten unterlagen den starken Gästespielern zum 2:3. „Aufpassen, Jungs, wir wollen dranbleiben...“, Kapitän Jens Bröder sorgte für „Ruhe im Schiff“ und nach seinem Sieg und dem Erfolg seines Doppelkameraden „Maxi“ Ziegler lag das „Flaggschiff“ wieder mit 4:3 vorn. Mike Steinert unterlag zum folgenden Gleichstand, (4:4), doch ein gelungener, wenn auch kleiner Zwischenspurt durch Timo Huhn und Oliver Querbach sah das „Flaggschiff“ beim 6:4 „voll im Wind liegen.“ Wolfgang Basten wurde ein Opfer des nachlassenden Windes, aber Maximilian Ziegler, doppelt erfolgreich und bärenstark an diesem Abend, sicherte den 2 – Punkte – Vorsprung seiner Mannschaft zum 7:5. Jens Bröder und auch Mike Steinert konnten mit dieser Vorlage Richtung Gesamtsieg wenig anfangen – und gaben beide ihre Einzel an die Gäste aus Kirchberg ab. Gleichstand! 7:7! Puh!! Alles war wieder offen. Wer konnte von den Boppardern im letzten Einzel die Weiche zumindest auf ein „Unentschieden“ stellen? Es gab nur einen – Timo Huhn musste ran! Und er erledigte sich der Aufgabe mit Bravour. Ohne Satzverlust gewann er diese wichtige Auseinandersetzung und gab den „Staffelstab“ jetzt an das Schlussdoppel weiter. Würde aus dem 8:7 noch ein Sieg erwachsen oder waren die Gastgeber mit dem „Remis“ zufrieden? Es wurde ein „harter Strauß.“ Die Paarung „Maxi“ Ziegler/Jens Bröder lag schon mit zwei gewonnenen Sätzen klar vorn - doch das Spitzendoppel der SG Kirchberg/Rhaunen rang verbissen um jeden Punkt, holte auf und kam zum Satzausgleich von 2:2. Die Spannung war kaum noch auszuhalten. Dann – endlich – sicherten sich die beiden Bopparder mit 11:8 den fünften und entscheidenden Satz und damit auch den Gesamtsieg zum 9:7. Danke für diesen dramatischen und zum Ende auch so erfolgreichen Abend.
Mit ähnlichen Absichten machte sich die 2. Mannschaft aus Boppard hinauf in die Höhe, um der SG Kisselbach/Pfalzfeld/Wiebelsheim „auf den Zahn“ zu fühlen. Mit etwas gemischten Gefühlen, denn die Gastgeber haben er den Ruf, dass mit ihnen, vor allem an den eigenen Platten, „schlecht Kirschen zu essen sei.“ Kaum gedacht – schon passiert! Mit 4:0 zogen sie dem wackeren „Fähnlein“ aus Boppard, als da waren Markus Spitzley, Lennard Fey, Heiko Götz, Peter Bernardy, Wolfgang Löser und Georg von Holderberg direkt den Zahn. „Au Backe!“ Nach diesem massiven, operativen Eingriff war es Markus Spitzley, der als Erster aus dem betäubten Zustand aufwachte – und direkt ein sichtbares Lebenszeichen setzte. 1:4 nur noch. Peter Bernardy war weniger ansprechbar – ergo: 1:5. Heiko Götz hatte sich mitlerweile „berappelt“ und gewann zum 2:5. Aber Georg von Holderberg litt ebenfalls noch unter der „lokalen Betäubung“ und musste den erneuten Punktverlust hinnehmen. 2:6. Wolfgang Löser war inzwischen erkennbar munterer geworden und zum 3:6 erfolgreich. Gut, der Spitzenspieler der SG ist ein erstklassiger Mann und selbst ein blendend aufspielender Markus Spitzley konnte den Angriffs- und Konterschlägen seines Kontrahenten wenig entgegensetzen. Doch plötzlich, bei einem Zwischenstand von 3:7 erwachten in Lennard Fey und Heiko Götz sämtliche Lebensgeister und beide gewannen ihre Einzel zum 5:7. „Jung‘s, da geht noch was…!“ Das hätte sich Peter Bernardy auch so gerne gewünscht, doch er hatte einen rabenschwarzen Tag erwischt und verlor auch bei seinem zweiten Auftritt. Dem 5:8 folgte noch das Einzel von Wolfgang Löser, das letztlich zur 5:9 – Niederlage von der TG Boppard II führte. Hoffentlich kann sich die Mannschaft demnächst auch einmal mit einem positiven Ergebnis zurückmelden.

 

TG Boppard 1892 e.V. 
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